Blutegeltherapie – Natürliche Unterstützung bei Schmerzen und Entzündungen
Die Blutegeltherapie ist ein bewährtes Verfahren der Naturheilkunde, das heute vor allem bei Schmerzen, Entzündungen und Durchblutungsstörungen eingesetzt wird. Viele Patientinnen und Patienten suchen nach einer sanften, natürlichen Ergänzung zur klassischen Medizin, insbesondere bei chronischen Beschwerden.
Medizinische Blutegel geben während der Behandlung bioaktive Substanzen in die Haut ab. Diese können unter anderem durchblutungsfördernde und gerinnungshemmende Eigenschaften haben.
Die Therapie erfolgt in unserer Praxis unter kontrollierten hygienischen Bedingungen und nach ausführlicher Beratung.
Für wen ist die Blutegeltherapie geeignet?
Die Blutegeltherapie kann insbesondere für Menschen interessant sein, die unter folgenden Beschwerden leiden:
Schmerzen im Bewegungsapparat
- Kniearthrose, Hüftarthrose, Schulterbeschwerden
- Tennisarm (Epicondylitis), Sehnenreizungen
- Chronische Rückenschmerzen und Nackenverspannungen
Entzündliche Beschwerden
- Gelenkentzündungen
- Schleimbeutelentzündungen
- Reizzustände nach Überlastung
Venen- und Durchblutungsprobleme
- Krampfadern (Varizen)
- Schwere- oder Spannungsgefühl in den Beinen
- Unterstützend bei venösen Stauungen
Nach Verletzungen oder Operationen
- Prellungen, Zerrungen
- Schwellungen und Hämatome
- Narbenbehandlung
Wichtiger Hinweis:
Die genannten Anwendungsgebiete basieren auf naturheilkundlichen Erfahrungswerten. Eine wissenschaftlich allgemein anerkannte Wirksamkeit ist nicht in allen Fällen belegt. Die Behandlung ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie.
Wann sollte die Blutegeltherapie nicht durchgeführt werden?
Zum Schutz Ihrer Gesundheit ist die Behandlung in bestimmten Fällen nicht geeignet:
- Einnahme von Blutverdünnern (z. B. Antikoagulantien)
- Blutgerinnungsstörungen
- Ausgeprägte Blutarmut (Anämie)
- Akute Infektionen oder Fieber
- Geschwächtes Immunsystem oder schwere Grunderkrankungen
- Allergie gegen Blutegelsekrete
- Schwangerschaft und Stillzeit (nur nach individueller Abklärung)
- Sehr niedriger Blutdruck
Vor jeder Behandlung erfolgt eine sorgfältige Anamnese zur individuellen Risikoeinschätzung.
Ablauf der Blutegeltherapie
1. Persönliche Beratung
Zu Beginn besprechen wir Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und klären, ob die Therapie für Sie geeignet ist.
2. Vorbereitung der Haut
Die zu behandelnde Stelle wird gereinigt. Auf stark riechende Substanzen wird verzichtet, da Blutegel empfindlich reagieren.
3. Ansetzen der Blutegel
Die Blutegel werden gezielt auf die Haut gesetzt. Der Biss wird häufig als leichtes Ziehen oder Brennen wahrgenommen und lässt meist schnell nach.
4. Behandlungsdauer
Die Blutegel saugen in der Regel 20 bis 60 Minuten und fallen anschließend von selbst ab.
5. Gewollte Nachblutung
Nach der Behandlung kommt es zu einer mehrstündigen Nachblutung, die therapeutisch erwünscht ist. Ein Verband wird angelegt.
6. Nachsorge
Leichte Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz sind möglich und klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Sie erhalten klare Hinweise zur Pflege der behandelten Stelle.
Mögliche Nebenwirkungen
- Rötung, Schwellung oder Juckreiz an der Bissstelle
- Längere Nachblutung
- Kleine Narbenbildung
- In seltenen Fällen Infektionen oder allergische Reaktionen
Bitte kontaktieren Sie uns oder eine Ärztin/einen Arzt, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten.
Ihr Vorteil: Natürliche Ergänzung zur Schulmedizin
Viele unserer Patientinnen und Patienten entscheiden sich für die Blutegeltherapie, weil sie eine naturnahe, ergänzende Behandlungsmöglichkeit suchen – insbesondere bei chronischen Schmerzen oder wiederkehrenden Beschwerden.

